Raus aus der Komfortzone – Rein in die Sicherheitskleidung!

Wie stellst du dir eine kaufmännische Ausbildung vor? Klar, hauptsächlich sitzt man vor dem PC! Doch bei Nehlsen kannst du auch mal dem Alltag entfliehen und richtig mit anpacken. Abgesehen davon, dass jeder Azubi mal auf einem LKW mitfahren darf, wurde mir zudem die Möglichkeit gegeben auf dem Hof, am Standort vom Nehlsen Industrieservice, mitzuwirken. Von den neu gewonnenen Eindrücken berichte ich dir nun in diesem Beitrag.

Aus Wasser werde Wein – Aus Abfall werde Rohstoff

Meinen ersten Tag verbrachte ich an der sogenannten kleinen Waage. Passend also zu meiner Ausbildung zur Kauffrau für Spedition & Logistikdienstleistungen! Dort habe ich dann mitgeholfen die angelieferten Güter zu verwiegen. Anschließend wird dann der passende Lagerort ausgewählt, sowie die beste Verarbeitungsmethode. Diesen gesamten Ablauf mal mit anzusehen, wie aus „Abfall“ neue Rohstoffe werden, war sehr spannend.

Vorstellen kann man sich das wie folgt: Verschiedenste industrielle Abfälle werden mit dem LKW angeliefert und je nach Beschaffenheit vom Labor geprüft, verladen, gelagert und anschließend weiterverarbeitet. Bei gelieferten Öl-Wasser Gemischen ist es beispielsweise so, dass diese nach der Prüfung der Laboranten in die „Spaltanlage“ kommen und dann, unter anderem mit Säuren, in ihre Einzelteile aufgespalten werden. Von den großen Tanks der Spaltanlage aus hat man übrigens eine super Aussicht auf das gesamte Gelände!

Bei Feststoffen wie beispielsweise Kunststoffkanistern, läuft die Weiterverarbeitung etwas anders. Diese werden nach der Sortierung in unterschiedlichen Boxen gelagert und anschließend mit Hilfe eines riesigen stationären Krans für die Cryogenanlage (CRYO) vorbereitet. In diesen Prozess wurde ich auch voll integriert! An einem Tag habe ich geholfen die Kunststoffkanister zu sortieren, an einem anderen durfte ich dabei helfen einen LKW zu entladen. In der CRYO werden dann die Kunststoffe zerkleinert, gereinigt und aufbereitet, damit diese weiterverkauft werden können. Aus ehemaligem Abfall entsteht so quasi ein neuer Rohstoff, welcher unter anderem zur Herstellung von Regenrinnen und Parkbänken dient.

„Auch Umwege erweitern unseren Horizont.“ – Ernst Ferstl

Abschließend kann man wohl sagen, dass ich so einiges dazu gelernt habe. Nicht nur, dass ich den Berufszweig der Fachkraft für Kreislauf- & Abfallwirtschaft kennenlernen durfte, ich habe auch verstanden wofür die ganzen Kostenstellen die tagtäglich auf meinem Bildschirm erschienen sind überhaupt stehen. Vor dieser Woche war mir gar nicht bewusst, was auf dem Hof so alles abgeht, ich konnte das Geschehen ja höchstens vom Büro aus beobachten. Alles in allem hat mir diese Woche viel Spaß gemacht. Ich wurde gut in den normalen Berufsalltag integriert und mit eingebunden. Wenn du die Möglichkeit hast eine Ausbildung bei Nehlsen zu machen, do it! Wenn du die Möglichkeit hast dir auch mal andere Bereiche anzusehen, warum nicht? Brich doch einfach mal aus deiner Komfortzone aus, erlebe etwas und erweitere deinen Horizont! In jedem Fall sind dies Erfahrungen, welche du im Nachhinein nicht vermissen willst.

KategorieAllgemein Erfahrungsberichte
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Tabea - Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistungen

von

Ja, Moin! Ich bin Tabea, 21 Jahre alt und habe im August 2019 meine Ausbildung zur Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistungen bei Nehlsen begonnen. In meiner Freizeit reise ich am liebsten durch die Weltgeschichte, laufe 2.000 Treppenstufen runter und dann wieder hoch, um einen eher medium spannenden Wasserfall inmitten eines Urwaldes zu begutachten, lerne neue Menschen und ihre Kulturen kennen oder tauche zwischen Mantarochen und Plastikflaschen hindurch. Das ist auch der Grund, warum mich Nehlsen so angesprochen hat. Wenn du das erste Mal zwischen unglaublich beeindruckenden Tieren und Plastikmüll schwimmst, merkst du erst, wie sehr dieser Planet leidet. Also warum nur in irgendeiner Firma arbeiten, wenn man auch aktiv dabei mithelfen kann, die Welt ein kleines Stückchen besser zu machen?