Die Kehrmaschine – das „Spielzeug für Erwachsene“

Schon mal über den Alltag eines Kehrmaschinenfahrers nachgedacht?  Wahrscheinlich hast du dich noch nie so wirklich damit beschäftigt, wahrscheinlich interessierte es dich bis jetzt auch nicht sonderlich.  Doch du kannst mir glauben, so ein Arbeitstag ist deutlich vielseitiger als du bis jetzt angenommen hast. Wusstest du zum Beispiel, dass die Kehrmaschinen auf Deutschlands Straßen grundsätzlich Rechtslenker sind? In diesem Beitrag erzähle ich dir nun von meinem Erlebnis und den neu gewonnenen Erkenntnissen.

Abfahrt zur Geisterstunde

Um 00:00 Uhr begann unsere Schicht. Für mich hieß das erstmal um 22:00 Uhr aufstehen. Hier handelt es sich eher um einen Beruf für Nachteulen. Pünktlich zur Geisterstunde fuhr der Fahrer das Garagentor hoch. Gestartet haben wir mit der Abfahrtskontrolle, auch Fahrzeugdurchsicht genannt. Nachdem alles gecheckt war ging es auch schon direkt los.

Auf die Plätze, fertig, los!

Unser erster Stopp war bei einem Firmengelände ganz in der Nähe. Dort kehrten wir nicht nur das Gelände und die Gehwege, sondern auch die öffentlichen Parkplätze. Was man zu der Zeit da alles so sieht, verrate ich dir lieber gar nicht erst! Nur so viel dazu: das meiste wollte ich definitiv nicht sehen.

Wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen

Unsere nächsten Stopps lagen in Berne und Lemwerder. Da die Kehrmaschine nicht auf der Autobahn fahren darf, hieß es für uns: Ab durch die Pampa. Ein Dorf jagte das nächste, während wir mit maximal 58 km/h die Landstraße entlang rasten. Auf unserem Weg trafen wir nur wenige Menschen. Zu der Uhrzeit auch kein Wunder. Dafür begegneten wir immerhin so einigen nachtaktiven Tieren. Mal huschte ein Hase an uns vorbei, mal der Fuchs hinterher und mal hörte man die Eulen auf ihren nächtlichen Beutezügen rufen.

Licht, Kamera, Kehren!

An unserem Ziel angekommen wurde natürlich auch hier wieder alles gründlich gereinigt. Eines der Firmengelände sollten wir für den Dreh eines Werbefilms auf Vordermann bringen. Also kehrten wir auf engen Wegen, zwischen der Weser, neu gebauten Yachten und riesigen Fertigungshallen das Gelände. Die dort ansässigen Mitarbeiter standen uns auch tatkräftig mit ihren Besen zur Seite. Nach getaner Arbeit gab es für alle einen schmackhaften selbst gekochten Kaffee, bevor es schließlich zurück Richtung Bremen ging.

Feierabend – äh morgen

Gegen halb acht am Morgen neigte sich dieser spannende Arbeitstag auch schon dem Ende zu. Doch um den verdienten Feierabend zu erreichen, mussten wir uns erst einmal durch den bevorstehenden Berufsverkehr schlängeln. Auf dem Gelände des Nehlsen Industrieservice angekommen wurde die Kehrmaschine noch gereinigt und wir konnten in unseren wohlverdienten „Feiermorgen“ starten. Für mich hieß das: ab ins Bettchen und erstmal entspannt bis mittags durchschlafen.

Spielzeug für Erwachsene

Ich habe mir diesen Arbeitstag definitiv ganz anders vorgestellt! Zu ihm passt der Beruf perfekt, das Fahren selbst bereitet ihm sehr viel Spaß. Natürlich ist das eher ein Job für Frühaufsteher und Nachteulen. Auf jeden Fall war das für mich persönlich wieder einmal eine echt spannende Erfahrung. Falls du dich nun eventuell auch für diesen Beruf interessieren solltest, kannst du dich gerne bei Nehlsen als Berufskraftfahrer bewerben. Mit dieser Ausbildung kannst du dich nämlich auch gerne mal hinter das Rechtslenkerlenkrad der Kehrmaschine schwingen!

KategorieErfahrungsbericht
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Tabea - Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistungen

von

Ja, Moin! Ich bin Tabea, 21 Jahre alt und habe im August 2019 meine Ausbildung zur Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistungen bei Nehlsen begonnen. In meiner Freizeit reise ich am liebsten durch die Weltgeschichte, laufe 2.000 Treppenstufen runter und dann wieder hoch, um einen eher medium spannenden Wasserfall inmitten eines Urwaldes zu begutachten, lerne neue Menschen und ihre Kulturen kennen oder tauche zwischen Mantarochen und Plastikflaschen hindurch. Das ist auch der Grund, warum mich Nehlsen so angesprochen hat. Wenn du das erste Mal zwischen unglaublich beeindruckenden Tieren und Plastikmüll schwimmst, merkst du erst, wie sehr dieser Planet leidet. Also warum nur in irgendeiner Firma arbeiten, wenn man auch aktiv dabei mithelfen kann, die Welt ein kleines Stückchen besser zu machen?