Betriebspräsentation, jetzt geht’s los

Was ist eine Betriebspräsentation?

Wie in jedem Jahr musste auch in diesem die Klasse der Industriekaufleute eine Betriebspräsentation halten. So präsentiert jede oder jeder angehende/r Industriekaufmann/-frau gemeinsam mit den anderen Azubis aus seinem Unternehmen seinen bzw. ihren Betrieb. Dabei geben alle ihr Bestes, um den Mitschülern und allen Anwesenden, wie zum Beispiel der Ausbildungsleitung oder den Lehrern, das eigene Unternehmen auf verständliche Weise näher zu bringen.

Jeder Azubi sollte dabei die Zeit von 15 Minuten einhalten. Zehn Minuten hat man für den Deutsch-Teil zur Verfügung, fünf Minuten für den Englisch-Teil. So benötigt jeder Betrieb unterschiedlich lange, da die verschiedenen Unternehmen immer von einer anderen Anzahl an Schülern vertreten werden. Daher haben wir Azubis von Nehlsen dieses Jahr beispielsweise eine einstündige Präsentation gehalten, da wir insgesamt vier Azubis im ersten Lehrjahr sind.

Die Präsentationen finden an zwei aufeinanderfolgenden Tagen statt und werden jedes Jahr in anderen Betrieben vorgetragen, die durch die Azubis in Klasse vertreten sind. So fanden dieses Jahr die Präsentationen bei uns künftigen Industriekaufleuten bei “ArcelorMittal Bremen GmbH“ und der “Kleine Wolke Textilgesellschaft mbH & Co. KG“ statt.

Das alles macht anfangs natürlich jeden nervös, doch wir hoffen, dass wir mit den für uns neu gewonnenen Erfahrungen den nächsten Azubis die Angst ein bisschen nehmen und euch ein paar Tipps mit auf den Weg für eine gelungene Betriebspräsentation geben können.

Die richtige Vorbereitung

Die Präsentation kommt selbstverständlich nicht aus dem Nichts. Die Lehrer teilen einem genaue Informationen mit, wie das Referat aufgebaut sein kann, was sie sich vom Inhalt erhoffen und machen kleine Übungen zum Präsentieren. Sie geben einem auch oftmals Zeit sich gemeinsam mit seiner Gruppe im Unterricht vorzubereiten, um Aufgaben zu verteilen, sich mit den anderen abzusprechen, die Präsentation anzufertigen oder sich mit den Lehrern kurzzuschließen.
So haben wir Azubis die Möglichkeit uns gemeinsam zusammenzusetzen und die Themen unter uns aufzuteilen. Man kann die Stärken des jeweiligen Teammitgliedes in den Vordergrund stellen, ihm Bereiche überlassen, welche er bereits während seiner Ausbildung durchlaufen hat oder auch den für ihn angenehmsten Englisch-Teil raussuchen.

Auch in der Firma hat man Gelegenheiten sich auf die Präsentation vorzubereiten. Man hat die Möglichkeit sich bei den Azubis aus dem vorherigen Jahr zu informieren, die Kollegen der jeweiligen Bereiche zu befragen, sich mit der Gruppe in einem der Konferenzräume zu treffen oder die Präsentation schon mal vorweg am Beamer zu betrachten. Außerdem kann man auch seine Kollegen bitten sich die eigenen 15 Minuten probeweise anzuhören, um seinen Part zu üben.
Das alles sollte man unbedingt nutzen, denn nicht zu vergessen, letzten Endes ist die Präsentation eine Gruppenarbeit, bei der sich der Inhalt nicht wiederholen sollte und auf den der anderen angepasst sein muss. Zudem sollte man auch die Chance nutzen sich bei den Kollegen zu erkundigen, denn diese wissen am besten, was sich in ihrer Abteilung abspielt und haben gute Tipps und Verbesserungsvorschläge parat.

Außerdem sollte man beachten, dass jede Firma spezifisch ist und die Klassenkameraden nicht immer jeden Fachbegriff oder Produktionsschritt nachvollziehen können. Man sollte also immer daran denken die Präsentation klar und übersichtlich für jedermann zu gestalten.

Zum Schluss sollte man bedenken, dass die Präsentation für die Berufsschule ist und versuchen Verbindungen zu dem im Unterricht erlernten Stoff aufzubauen. So kann man seine Inhalte seinen Mitschülern und Lehrern mit den Mitteln erklären, die man sich bereits zusammen im Unterricht erarbeitet hat und kann davon ausgehen, dass jeder alles nachvollziehen kann. Zudem kann man den Lehrern auf diese Weise zeigen, dass man den Stoff verstanden hat und anwenden kann.

Der Vortrag

Am Tag der ersten Betriebspräsentationen haben wir uns morgens bei der “Kleine Wolke Textilgesellschaft mbH & Co. KG“ eingefunden, unsere Präsentation in Papierform bei unserer Lehrerin abgegeben und anschließend ein bisschen Zeit bekommen uns in den Räumlichkeiten zurecht zu finden und uns noch kurz mit unseren Klassenkameraden zu verständigen.
Dann fingen die Präsentationen an. Zuerst begann die Gruppe der „Kleine Wolke Textilgesellschaft mbH & Co. KG“, um uns somit auch gleich den Betrieb vorzustellen, in dem wir uns befanden. Nachdem der erste Vortrag vorbei war, war die Stimmung bereits gelockert und man konnte einschätzen, was auf einen zukommt. Dies war auch ganz gut, denn wir waren gleich die nächste Gruppe.

Die Präsentation ging in Windeseile um und schon waren wir fertig.
Man war nicht nur froh und erleichtert, dass nun alles hinter einem lag, nein, es war wie so oft auch wesentlich angenehmer als man es sich zuvor vorgestellt hatte. Nun kamen die anderen Präsentationen mit vielen kleinen erholsamen Pausen zwischen den Gruppen und sogar einer Kleinigkeit zu essen. Nach den ganzen Präsentationen fuhren wir noch zu der “Geo. Gleistein und Sohn GmbH“, wo uns auch noch ein Einblick in die Produktion des Betriebes gewährt wurde und so ging der Tag letztendlich seinem Ende entgegen.

Der zweite Tag der Präsentation ging nun recht gelassen von statten, die erste Hälfte der Klasse hatte ihren Vortrag hinter sich und der Rest konnte sich dank des Vortages drauf einstellen.
Dieses Mal fanden die Präsentationen bei “ArcelorMittal Bremen GmbH“ statt und auch hier gingen die Präsentationen schnell um, wir bekamen was Leckeres zu essen und konnten noch einige Produktionsschritte der Stahlproduktion bewundern.

Das Fazit

Letzten Endes bringt einen die Betriebspräsentation ein großes Stück nach vorn.
Man wird nicht nur selbstsicherer, sondern bekommt auch die Gelegenheit sich mit seinem Betrieb mehr auseinander zu setzen und so Dinge kennenzulernen, die aus den bisherigen Abteilungen noch nicht bekannt waren. Man bekommt einen besseren Einblick in den Betrieb, für den man arbeitet und erhält dadurch ein besseres Gefühl für das Unternehmen. Zudem erhält jeder die Chance auch andere Betriebe kennenzulernen und etwas über den Arbeitsalltag der Klassenkameraden zu erfahren.

Zu guter Letzt erhält jeder Azubi durch die Klassenkameraden ein Feedback in Form von kleinen anonymen Zetteln, die einem helfen sich zu verbessern und auch schon im Vorfeld einen kleinen Einblick gewähren, wie die Präsentation rübergekommen ist.
Das alles macht die Betriebspräsentation auch zu der besten Vorbereitung für die mündliche Abschlussprüfung.

Vielen Dank und viel Glück.

KategorieAusbildung Nehlsen
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Jan-Paul - Industriekaufmann

von

Moin, mein Name ist Jan-Paul und ich habe mit meinen 25 Jahren nun eine Ausbildung bei Nehlsen zum Industriekaufmann begonnen. Warum ich das tue? Na, da ich hier noch ordentlich Arbeitserfahrung sammele und nach meinem Studium zum Kommunikationsdesigner auch noch mal richtig was lernen kann. Dies geht einem hier auch gut von der Hand, denn man wird von Anfang an mit eingebunden, zu Schulungen eingeladen und hat die Möglichkeit in verschiedene Abteilungen hineinzuschnuppern und so ein gutes Gefühl für Abläufe und Aufgaben innerhalb von Nehlsen zu bekommen. In meiner Freizeit tobe ich mich dann gerne an Kreativaufgaben aus, bin auf Reisen oder mit meinen Freunden unterwegs.