Die Cryogenanlage – Recyceln bei -120°

Moin zusammen! Wie ihr bestimmt wisst braucht man zum Recyceln und Aufbereiten von Abfällen bestimmte Anlagen, heute stelle ich euch eine vor, unsere Cryogenanlage. Sie recycelt diverse Metall- und Kunststoffverpackungen, sowie andere Kunststoffe, Elektrobauteile, Ölkanister oder auch KFZ-Kraftstofftanks.

Ursprung des Namens

Cryogen stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie Frost oder Eis erzeugen. Unsere Cryogenanlage macht ihrem Namen alle Ehre, denn in ihrem Inneren herrschen Temperaturen um -100 bis -120 Grad Celsius.

Technische Daten

Die Cryogenanlage schafft in der Stunde 3,5 Tonnen Kunststoffemballagen oder bis zu 5,5 Tonnen Metallemballagen. In einem ganzen Jahr kann sie bis zu 22.000 Tonnen Abfall recyceln.

Ablauf

Der zu verwertende Abfall wird zuerst in einen Bunker geschüttet. Von hier aus greift ein Kran die passende Menge Abfall und schmeißt diesen in den Schredder. Als nächstes läuft der zerkleinerte Abfall über ein Fließband in ein isoliertes Kälterohr. Hier wird der flüssige Stickstoff beigeführt. Nun fällt der gefrorene, zerkleinerte Abfall in eine sogenannte Hammermühle. Dort werden auch noch die letzten Restanhaftungen am Abfall, durch die Schläge der Hammermühle gelöst. Da der Abfall nun aber noch nicht ausreichend sortiert ist, werden durch elektromagnetische Abscheider die verschiedenen Stoffe voneinander sortiert. Und zu guter Letzt wird das Endprodukt für den Transport in Container und Muli-Big-Bags verpackt.

Endprodukt

Doch was kommt da am Ende raus? Die Metalle gelangen unter dem Produktnamen CryoTall®, die Kunststoffe als CryoPlast® in den Handel. Das Endprodukt hat einen Reinheitsgrad von bis zu 95% und kann somit wieder der verarbeitenden Industrie zugeführt werden.

Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen weiteren Einblick in die Welt der Abfallentsorgung liefern.

Liebe Grüße, Noah

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